GewohnheitenStudium

Zeitmanagement im Lerntagebuch – Die Pomodoro-Technik

In meinem ersten Master-Semester habe ich damit begonnen, die Pomodoro-Technik als meine primäre Zeitmanagement-Methode zu verwenden. Ich bin aktuell der Meinung, dass sie die beste Methode zum Zeitmanagement beim Lernen ist und sie ist auch unglaublich gut mit dem Lerntagebuch kombinierbar.

Was ist die Pomodoro-Technik

Die Pomodoro-Technik ist schnell beschrieben. Die psychologische Komponente – wie es sich anfühlt, diese Methode zu verwenden – muss man dagegen selbst ausprobieren. Ich persönlich verwende seit nun fast zwei Jahren folgendes Pomodoro-Schema. Ich arbeite konzentriert (mit einem Timer) 25 Minuten, darauf folgen dann 5 Minuten pause. Danach beginnt wieder eine 25 Minuten Einheit. Nach vier 25-Minuten-Einheiten gibt es eine 15 Minuten Pause, danach wiederholt sich der Spaß von neuem.

Die psychologische Komponente

Das klingt wenig spektakulär. Du fragst Dich vielleicht: und nun, was soll das bringen? Damit gelangen wir zur psychologischen Komponente der Pomodoro-Technik. Da ist zum einen der Start einer Einheit. Ich drücke einen Button und der Timer läuft (im Lerntagebuch trage ich dann die Startzeit der Lerneinheit ein).

Beim Klicken des Start-Buttons weiß ich: jetzt gilt es, fokussiert zu arbeiten. Ablenkungen, gleich welcher Art, sind nicht erlaubt – das iPhone ist stumm und das Mail-Programm geschloßen. Ich kann mich vollständig auf die Lerneinheit konzentrieren. Dann, nach 25 Minuten, ertönt ein Glockenklang. Ich lasse den Stift fallen. Im Kopf beginnt der diffused mode (siehe A Mind For Numbers von Barbara Oakley) zu arbeiten. In der Pause checke ich kurz mein Handy oder höre einen Song. Dann geht es weiter. Ein neuer Glockenklang ertönt und ich nehme die Arbeit wieder auf. Man muss es selbst ausprobieren, dann weiß man, was ich meine.

Multitasking vs. Singletasking

Diese Art des intensiven Arbeitens hat nicht mit der Zeitmanagement-Methode vieler Studenten gemein, die Stunden in der Bibliothek damit verrbingen, alle zwei Minuten das Handy zu checken, ein 10-Minuten-Youtube-Video schauen, 10 Minuten kurz lernen, dann wieder schnell Spiegel Online checken. Diese Art des Multitaskings ist höchst ineffizient, da keine wirklich stringente Mental-Power auf die Lerneinheit verwendet wird. Die Pomodoro-Methode ist da mehr Schwarz-Weiß. Sie positioniert sich deutlich gegen dieses unproduktive Multitasking.

Wundermittel?

Natürlich ist die Pomodoro-Technik nicht die Lösung für alles. Wenn man beispielsweise eine Probe-Klausur von 90 Minuten rechnet, macht es wenig Sinn, die Pomodoro-Technik zu verwenden. Darauf kommt man aber schnell mit einer kleinen Prise common sense. Für einen Großteil der Lerneinheiten eignet sie sich aber hervorragend. Das gilt für die Lerntypen »Folien anschauen«, »Paper lesen«, »Zusammenfassung erstellen«, oder auch das klassische »Auswendiglernen«. Alle diese Lerntypen erlauben eine Unterbrechung. Diese ist sogar förderlich, da das eben gelernte in den Pausen im bereits angesprochenen diffused mode weiter verarbeitet wird.

Die Pomodoro-Technik und das Lerntagebuch

Für die Pomodoro-Technik gibt es zig Apps. Wichtig ist, dass sie automatisch nach einer Pause den Timer wieder laufen lassen. Ich trage dann immer während der Lerneinheit die Startzeit in das Lerntagebuch ein. Dank der einfachen Zeit-Clustering geht das ganz leicht. Habe ich beispielsweise von 13:00 bis 13:55 zwei Pomodoros eine Zusamenfasssung erstellt, trage ich eine die Zeiten und eine Pause von »5m« ein – fertig.

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